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Seniorenakademie
Sterben - Tod - Trauer

Vor der Auferstehung kommt der Tod. Während wir über die Auferstehung auf Aussagen des Glaubens angewiesen sind, haben wir je unterschiedliche Erfahrungen mit dem Sterben und dem Tod, freilich immer dem der der je anderen Menschen. Denn wie wusste schon Epikur (um 341 bis 271 vor Christus): „Solange wir da sind, ist er nicht da, und wenn er da ist, sind wir nicht mehr.“

Insofern kann ich mich auf zweierlei Weise zum Tod verhalten. Ich kann den Gedanken daran meiden, sie fernhalten oder verdrängen nach dem Motto: Man stirbt am Ende auch einmal, aber zunächst bleibt man selbst unbetroffen.

Ich kann mich aber auch mit der Möglichkeit des eigenen Todes als Grenze aller Ziele und Pläne auseinandersetzen. Das mag im „normalen“ Leben Angst machen, kann mir aber auch sehr helfen, wenn ich dem Tod begegne, dem Tod geliebter Menschen und dem eigenen Sterben. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln wird in der Seniorenakademie im Frühjahr dieses Thema in den Blick genommen.

Termine
jeweils Donnerstag von 10.30 bis 12.00 Uhr

16. Februar
Begleitung im Sterben heißt Hilfe zum Leben
Der Tod hatte und hat oft in der heutigen Welt wenig Platz. Die Hospizbewegung gibt Sterbenskranken einen Raum, an dem sie beschützt, ihrer Würde bewahrt und ohne Angst sterben können, und sie nimmt sich der Angehörigen und der Trauernden an.
Heidi Krull und Kristina Kraeusel | Koordinatorinnen des Ambulanten Hospizdienstes Diakonie-Hospiz Lichtenberg gGmbH

2. März
Den Himmel im Blick
Krankenhausseelsorge im Spannungsfeld der Gesundheitsindustrie
Das Gesundheitswesen ist heute eine Gesundheitsindustrie, Kranke sind Kunden, der „Industriestandort“ Krankenhaus muss Rendite bringen. Die Krankenhausseelsorge, die für die „Kunden“ Beziehung und Begleitung anbietet, die religiöse Dimension mit dem Leben verknüpft, erwirtschaftet keine Rendite und ist doch ein Gewinn.
Peter Sachse | Krankenhausseelsorger

16. März
Abschied nehmen
Das Thema „Tod“ ist für viele ein Tabuthema, das sie möglichst vermeiden. Zugleich ist jeder Mensch unvermeidlich von diesem Thema betroffen. Darum gilt: Je mehr wir über den Tod als Teil unseres Lebens wissen, desto weniger ängstigt er uns.
Sarah Voigt | Trauerbegleiterin
siehe auch: www.sarggeschichten.de

30. März
Diakone berichten

Nach der Teilung Berlins wurde in Weißensee eine Diakonenausbildung ins Leben gerufen. Nach der Ausbildung waren die Diakone in Gemeinden, kirchlichen Werken, im pastoralen Dienst, in der Seelsorge oder in der Sozialarbeit aktiv. Am Beispiel einzelner Lebenswege wird über diese Arbeit berichtet.
Hans Zinnow | Diakon

27. April
Trauer, Tod, Friedhofskultur
Der Tod ist ein Bestandteil allen Lebens. Trauer ist eine der elementarsten menschlichen Empfindungen. Für die Trauer und die Beerdigung gibt es ritualisierte Regeln, die sich immer auch verändern.
Jürgen Quandt | Pfarrer und Geschäftsführer eines Friedhofsverbands

11. Mai
Achtung anderer Ort: Chausseestraße 126

Glaubensfragen - auf dem Dorotheestädtischen Friedhof
Auf einem Rundgang über den Dorotheenstädtischen Friedhof werden die Glaubensfragen an den Grabstätten des Mechanikus Martin August Freund, des preußischen Finanzministers Friedrich von Motz, des Bildhauers Johann Gottfried Schadow, des Lokomotiv-Königs August Borsig sowie der Philosophen Johann Gottlieb Fichte und Georg Wilhelm Friedrich Hegel vorgestellt.
Torsten Flüh | Blogger, Forscher, Publizist, Stadtführer

Ort
Pfarrhaus
Möllendorffstraße 33
im Stadtplan

Informationen
im Gemeindebüro

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Bild Peter Radziwill

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